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Heutzutage findet ihr in Sekundenschnelle mehr Tipps zur Online-Sicherheit, als ihr jemals anwenden könntet. Auch wenn eine solche Sammlung von Best Practices vielleicht äußerst umfangreich sein kann, ist sie nicht unbedingt sinnvoll. Es ist nicht immer einfach, festzustellen, welche Sicherheitspraktiken bevorzugt angewendet werden sollten und warum.

Wir sind Fragen wie 'Warum entscheiden sich einige für ein bestimmtes Sicherheitsverfahren und andere wiederum nicht?' und 'Kommuniziert die Security Community ihre Best Practices wirksam?' in einem kürzlich veröffentlichten Papier auf den Grund gegangen.

Für diese Studie haben wir zwei separate Umfragen durchgeführt, eine mit 231 Sicherheitsexperten und eine weitere mit 294 Internetnutzern, die keine Sicherheitsexperten sind. Beide Gruppen haben wir gefragt, wie sie für ihre Sicherheit sorgen. Unser Ziel war es, die Antworten der beiden Gruppen zu vergleichen und einander gegenüberzustellen, um die Unterschiede besser verstehen zu können bzw. um herauszufinden, wieso diese überhaupt existieren können.

Top-5-Sicherheitspraktiken von Experten und Laien

Hier die beliebtesten Sicherheitspraktiken von Experten und Laien, die sich aus unserer Studie ergeben haben. Wir haben jeden Teilnehmer gebeten, drei Praktiken aufzuführen:

Top-5-Sicherheitspraktiken von Experten
  1. Software-Updates installieren
  2. Unterschiedliche Passwörter für verschiedene Dienste nutzen
  3. Zwei-Faktor-Authentifizierung nutzen
  4. Starke Passwörter nutzen
  5. Einen Passwort-Manager gebrauchen
Top-5-Sicherheitspraktiken von Laien
  1. Antiviren-Software verwenden
  2. Starke Passwörter nutzen
  3. Passwörter häufig ändern
  4. Nur bekannte Webseiten besuchen
  5. Keine persönlichen Informationen teilen 
 Gemeinsamkeiten: Sorgfältiges Passwort-Management

Logischerweise hat das Passwort-Management für beide Gruppen Priorität. Ihre Herangehensweise ist jedoch sehr unterschiedlich.

Sicherheitsexperten verlassen sich auf Passwort-Manager, die alle Passwörter eines Nutzers an einem Ort speichern und sichern. Laut Studie nutzen Experten Passwort-Manager drei Mal häufiger als Laien ‒ zumindest für einige ihrer Konten. Ein Experte erklärte: “Passwort-Manager ändern alles, da sie die Verwendung sicherer und individueller Passwörter ermöglichen.”

Im Vergleich zu den Experten, unter denen 73 % einen Passwort-Manager nutzten, lag der Anteil bei den Laien lediglich bei 24 %. Unsere Untersuchungen ergaben, dass dies an fehlendem Wissen über die Vorteile von Passwort-Managern liegt - bzw. daran, dass diesen Programmen nicht vertraut wird. Oder wie ein Laie sagte: “Ich versuche, mir mein Passwort zu merken. Denn meinen Kopf kann man nicht hacken.”

Wesentliche Unterschiede: Software-Updates und Antiviren-Software

Trotz einiger Überschneidungen unterscheiden sich die Antworten von Experten und Laien doch in wesentlichen Punkten.

Während 35 % der Experten das Installieren von Software-Updates als eine ihrer wichtigsten Sicherheitspraktiken beschrieb, lag der Anteil bei den Laien lediglich bei 2 %. Experten schwören auf Updates und kennen die Vorteile: “Patch, patch, patch,” wie es ein Experte formulierte. Laien sind sich darüber nicht im Klaren ‒ ganz im Gegenteil: Sie haben wegen potenzieller Risiken von Updates Bedenken. Ein Laie sagte uns hierzu: “Ich weiß nicht, ob ein Software-Update wirklich sicher ist. Was, wenn ich mir schädliche Software herunterlade?” und “Meiner Meinung nach sind automatische Software-Updates nicht sicher. Sie könnten zum Update schädlicher Inhalte missbraucht werden.”

Erstaunlicherweise gaben 42 % der Laien und lediglich 7 % der Experten an, dass die Verwendung einer Antiviren-Software zu ihren drei wichtigsten Sicherheitsprioritäten gehörte. Experten erkannten zwar die Vorteile von Antiviren-Software an, gaben jedoch zu bedenken, dass sich Nutzer dadurch in trügerischer Sicherheit wiegen könnten. Es gibt einfach keine absolut sichere Lösung.

Und nun?

Wir würden uns wünschen, dass sich jeder von euch die gesamte Studie durchliest, sich auf unseren Informationsseiten zur Datensicherheit informiert und die eigenen Sicherheitspraktiken überprüft.

Die Ergebnisse der Studie machen einige wesentliche Missverständnisse über die Grundlagen von Online-Sicherheitspraktiken deutlich. Software-Updates zum Beispiel sind so etwas wie der Sicherheitsgurt der Online-Sicherheit. Sie schützen euch. Und dennoch gelten sie bei Laien als Sicherheitsrisiko.

Bei der Kommunikation und Priorisierung von Best Practices im Bereich Sicherheit besteht also auf jeden Fall Verbesserungspotenzial. Vor allem die große Mehrheit der Laien zu erreichen, stellt eine große Herausforderung dar, der wir uns natürlich weiterhin gerne stellen.

Post von Iulia Ion, Software Engineer, Rob Reeder, Research Scientist, und Sunny Consolvo, User Experience Researcher

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Als Google Earth vor 10 Jahren zum ersten Mal vorgestellt wurde, war ich sofort Feuer und Flamme. Neben der Freiheit, virtuell überall in der Welt hinfliegen zu können, war ich von der Möglichkeit fasziniert, geographische Daten auf diese unfassbar globale Leinwand zu visualisieren.

Nur ein paar Wochen nach der Veröffentlichung begann ich KML zu lernen und eigene Karten zu bauen. Für meinen Masterabschluss nutzte ich Earth zur Visualisierung von Daten eines hochtechnologischen biologischem Forschungs-Reservat. Vint Cerf wurde auf meine Arbeit aufmerksam und so kam ich schließlich zum Google Earth Outreach Team ‒ und konnte meine Leidenschaft, mit Hilfe von Maps Geschichten zu erzählen, in meinen Job einfließen lassen.

2005 begann auch die Entwicklung von Google Earth. Im August desselben Jahres zeigte uns der Wirbelsturm Katrina, wie nützlich Werkzeuge zur Kartenerstellung wie Earth für die Bemühungen bei der Krisenbewältigung sein können. Rettungskräfte verglichen vorher und nachher Satellitenbilder in Google Earth, um besser zu lokalisieren, wo Menschen gestrandet sind. Und in den Jahren danach ermöglichte Earth mit über 2 Milliarden Downloads aus allen Ländern dieser Erde die Entdeckung neuer Korallenriffe, Reisen zum Mond und in den Weltraum, die Suche nach entfremdeten Eltern, die Räumung von Landminen und vieles mehr.
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Google Earth-Bilder der Küste von Mississippi bei Gulfport vor und nach dem Wirbelsturm Katrina

Was ich an Google Earth mag ist die Fähigkeit, so unterschiedlichen Gruppen wie Schulkindern und Wissenschaftlern der NASA als Werkzeug zu dienen. Indem ihr euch die Zeit zum Erforschen und Entdecken nehmt und eure Erkenntnisse mit anderen teilt, können wir unseren Planeten zu einem weit besser verknüpften Ort machen. Um mit euch das zehnjährige Jubiläum von Google Earth zu feiern, stellen wir euch heute einige neue Funktionen vor. So habt ihr die Möglichkeit, noch besser weltweite Orte mit Google Earth zu entdecken.

Voyager
Die Welt ist groß – schwierig also, wo ihr eure virtuelle Reise beginnen sollt. Voyager ist eine neue, in Desktop-Versionen von Google Earth verfügbare Ebene, die die Suche nach dem neuesten und interessantesten weltweiten Bildmaterial erleichtert.
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Die in Voyager verfügbaren unterschiedlichen Bildarten sind farblich dargestellt

In der ersten Version von Voyager könnt ihr aus fünf Bereichen wählen:
  • Street View: Highlights aus Street View einschließlich des Taj Mahal und des Grand Canyon
  • Earth View: beeindruckende Landschaften aufgenommen aus dem All
  • Städte in 3D: Ein Panorama großer und kleiner Städte und Ortschaften in 3D
  • Updates von Satellitenaufnahmen: Eine Karte unseres neuesten veröffentlichten Luftbildmaterials
  • Highlight-Tour: mit Tausenden von Voyager-Stationen zum Auswählen
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Das Kemgon Gompa, zu sehen in der Street View Ebene, ist ein buddhistisches Kloster in der Gemeinde Lukla, Nepal

Earth View
Der Blick auf unseren Planeten von oben erinnert uns nicht nur daran, wie sehr unser menschliches und das natürliche Ökosystem gegenseitig voneinander abhängen, sondern er offenbart auch die atemberaubende und oft auch unwirkliche Schönheit der Erde.
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Die Hammar Marschen im Iran sind ein nicht charakteristisches, aber dafür wunderschönes Feuchtbiotop im sonst trockenen Klima.
Earth View begann als ein 20-Prozent-Projekt einiger Google-Mitarbeiter, denen es gefiel, die visuell beeindruckendsten Landschaften zu sammeln, die sie in Google Earth gefunden hatten. Diese Bilder fanden bald ihren Weg auf Chromebooks, Chromecast- und Android-Geräte und wurden zu einigen der am weitesten verbreiteten Bildschirmhintergründe.
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Inseln um Kuba gesehen in der Earth View Chrome Extension
Zum 10. Geburtstag erweitern wir die Earth View Sammlung auf 1.500 Landschaften von jedem Kontinent und Ozean und vereinfachen gleichzeitig den Zugriff. Sie stehen mit einer aktualisierten Version unserer Chrome-Erweiterung und einer brandneuen Web-Galerie zur Verfügung. Ladet euch gestochen scharfe Bildschirmhintergründe für eure Mobil- und Desktop-Geräte herunter, oder noch besser, druckt sie für eure Wände aus!
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Die Küste in der Nähe von Ningaloo, Australien in der neuen Earth View Web-Galerie
Vielen Dank für die letzten zehn Jahre Erforschung der Welt mit Google Earth. Wir hoffen, Voyager und Earth View werden eine neue Perspektive auf unseren Planeten ermöglichen. Wir freuen uns darauf, was die nächste Dekade bringen wird!

Post von Sean Askay, Engineering Manager, Google Earth

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Ab heute habt ihr dank unserer allerersten Street View-Sammlung „in der Vertikalen“ Gelegenheit, eine fast 1.000 Meter hohe, weltweit berühmte Felswand zu erklimmen: den El Capitan im Yosemite-Nationalpark. Um euch diese atemberaubenden Bilder bieten zu können, haben wir mit den erfahrenen und berühmten Kletterern Lynn Hill, Alex Honnold und Tommy Caldwell zusammengearbeitet. Tommy Caldwell, der die härteste Klettertour überhaupt im Januar 2015 im Yosemite-Nationalpark absolvierte, beschreibt euch mehr in diesem Blog Post.

„Das ist einfach fantastisch. Ich muss unbedingt dabei sein.“

Vielleicht war es die totale Erschöpfung, die aus mir sprach, nachdem ich 19 Stunden lang die Route „Dawn Wall“ geklettert bin - doch als ich von den Verantwortlichen von Google Maps und des Yosemite-Nationalparks gefragt wurde, ob ich bei ihrer allerersten Street View-Sammlung in der Vertikalen vom El Capitan im Yosemite-Nationalpark behilflich sein wolle, habe ich keinen Moment lang gezögert. Der Yosemite-Nationalpark spielte in meinem bisherigen Leben eine so wichtige Rolle, dass es ganz in meinem Sinne war, die Geschichte des Monolithen El Capitan durch Street View zu erzählen – vor allem war ich auf die Zusammenarbeit mit den Entwicklern von Google und unsere gemeinsamen Ideen für absurde Herausforderungen gespannt.
Beim Klettern geht es darum, das Unmögliche möglich zu machen und für sich die Grenzen des Machbaren zu verschieben. Für die Street View-Aufnahmen des fast 1.000 Meter hohen El Capitan gingen wir noch einen Schritt weiter: Es ist etwas ganz Anderes, wenn man eine Kamera für Innenaufnahmen nimmt und sie Hunderte von Meter eine sagenhafte Felswand emporträgt.
Brett Lowell und Corey Rich nehmen Alex Honnold beim „King Swing“ für Street View auf
An einem blanken Granitfelsen in Hunderten Metern Höhe muss jeder Griff und Schritt sitzen, doch alle Beteiligten haben langjährige Erfahrung im Klettern und wussten ganz genau, was sie taten. Nach einigen Testläufen nutzten wir unsere altbewährte Kletterausrüstung, darunter Klemmgeräte und Seile, um sicherzugehen, dass die Kamera nicht inmitten der Aufnahmen für die Street View-Sammlung herunterfällt.

Als wir erst einmal herausgefunden hatten, wie wir mit der Kamera an der Felswand umzugehen haben, machten wir zwei verschiedene Street View-Aufnahmen in der Vertikalen. Zunächst erstellten wir Street View-Aufnahmen von den legendären Yosemite-Kletterern – und meinen guten Freunden – Lynn Hill und Alex Honnold, wie sie an besonderen Stellen an der vertikalen Wand hingen.
Lynn Hill, Alex Honnold und Tommy Caldwell beim Campen in 347 Metern Höhe
Mit ihrem Aufstieg zum Gipfel von El Capitan definierte Lynn Hill Klettern neu, und sie hatte einen außerordentlichen Einfluss auf meine Karriere als Kletterer. Ich vergesse nie, wie es war, als sie 1993 als erster Mensch die Route „The Nose“ frei, das heißt nur mithilfe ihrer Hände und Füße, kletterte. Jetzt könnt ihr sie bei diesen schwierigen Bewegungen und Handgriffen erleben, sehen, wie sie seitwärts an kleinen Vorsprüngen der Jardine Traverse klettert, ein Manöver à la Zauberkünstler Houdini an den Changing Corners ausführt und unter dem Great Roof hindurchklettert.
Lynns abenteuerlicher Aufstieg zum Gipfel von El Cap – jetzt in Street View
Wer vom El Capitan erzählt, der erzählt unweigerlich auch von meinem guten Freund Alex Honnold. Er hält den Geschwindigkeitsrekord in der Besteigung von „The Nose“: Während die meisten Menschen 3 bis 5 Tage für den Aufstieg benötigen, schaffte er es in 2 Stunden und 23 Minuten. Sein unerschütterliches Selbstvertrauen ist geradezu ansteckend. Wenn ich mit ihm zusammen bin, erscheint mir der Berg auf die Hälfte geschrumpft zu sein. Wenn ihr mit Street View durch den Yosemite-Nationalpark streift, könnt ihr Alex bei dem erleben, was er am besten kann: auf der Route „Texas Flake“ einen Kamin emporsteigen, eine „Leiter“ erklimmen oder im solarbetriebenen Kleinbus, den er sein Zuhause nennt, kochen.
Ein für Alex Honnold ganz normaler Tag auf der Route „Texas Flake“
Ihr könnt auch einen flüchtigen Blick auf meine Wenigkeit an der Dawn Wall erhaschen. Während meiner Besteigung der Dawn Wall im Januar habe ich einige Zeit darauf verwandt, die Street View-Technologie des Google-Teams zu testen. El Cap ist nicht gerade einladend, was Experimente betrifft, doch die jahrelange Erfahrung mit und in den Seilen erwies sich bei der Frage als hilfreich, wie die Ausrüstung gehandhabt und für die Aufnahmen zur Street View-Sammlung in Gang gesetzt werden soll.
Tommy Caldwell beim Klettern an der blanken Wand der Route „Dawn Wall“
Anschließend war es an Alex, die zweite Art von Street View-Aufnahmen zu machen, und zwar jene von der gesamten vertikalen Route von „The Nose“ am El Capitan. Hier kam es auf Effizienz und Schnelligkeit an – und Alex gehört zu den wenigen Menschen mit genau diesen Klettereigenschaften und nahm sich daher die Kamera und „rannte“ die fast 1.000 Meter mit dem Fotografen Brett Lowell empor. Nun können sich alle Interessierten die Insidertipps ansehen, bevor sie die gesamte Route klettern.
Alex Honnold und Brett Lowell erkletterten fast 1.000 Meter, um die gesamte Route für Google Maps einzufangen
Lynn, Alex und ich haben auch zu einer neuen Yosemite-Treks-Webseite beigetragen. Dort könnt ihr eine Tour auf den El Cap machen und mehr über das Klettern lernen – angefangen vom „Handklemmer“ bis hin zum Grund, warum wir solche kleinen Schuhe tragen. Und als Vater freue ich mich, dass Google im Laufe des Jahres mit NatureBridge ein Programm innerhalb dieses Projekts unterstützt, bei dem Kinder näher mit dem Yosemite-Nationalpark vertraut gemacht werden. Außerdem ist es wunderbar, dass Schüler, die derzeit noch nicht in den Yosemite-Nationalpark kommen können, sich dank Google Expeditions auf einen virtuellen Ausflug begeben können.
Die berühmte Kletterin Lynn Hill erläutert und beschreibt die Ausrüstung für ihren bevorstehenden Aufstieg
Der Yosemite-Nationalpark hat mein Leben derart bereichert, dass ich es den Menschen auf der Welt gerne ermögliche, ihn durch meine Augen zu sehen. Bessere Aufnahmen aus höchster Höhe einer vertikalen Felswand als diese Rundum-Panoramaaufnahmen gibt es meiner Meinung nach derzeit nicht – weder auf Video noch auf Foto. Hoffentlich bekommt ihr durch diese neuen Aufnahmen Lust, den Yosemite-Nationalpark einmal selbst zu erleben, sei es an einer Felswand oder auf den Wanderwegen.


Tommy Cadell, Lynn Hill und Alex Honnold im Yosemite-Nationalpark

Post von Tommy Caldwell, bekannter US-Kletterer

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Jede Reise im Internet ist einmalig. Zusammen betrachtet aber können uns die Fragen und Themen, nach denen wir suchen, eine Menge darüber erzählen, was die Menschen überall auf der Welt wirklich bewegt. Deshalb präsentieren wir euch heute die größte Erweiterung von Google Trends seit 2012. Ob Politik, Kultur oder Sport ab sofort findet ihr zu allen erdenklichen Themen Trendanalysen in Echtzeit. Viele der Anpassungen bei Google Trends basieren auf dem Feedback von Journalisten in Hunderten von Newsrooms weltweit. Ob als Journalist oder als interessierter Nutzer, die neue Seite gibt euch nun einen schnelleren, tieferen und umfassenderen Einblick in die Welt durch die „Brille“ der Google Suche.

Echtzeitdaten
Ab sofort könnt ihr in Echtzeit auf Grundlage von über 100 Milliarden Suchanfragen bei Google pro Monat tiefer in Themen eintauchen, die euch am meisten interessieren. Während wichtige Veranstaltungen wie die Oscar-Verleihung, der Super Bowl oder die Fußball-Weltmeisterschaft stattfinden, seid ihr in der Lage, zu verfolgen, wonach Menschen suchen und wo in der Welt das Interesse am größten ist.

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Geschichten im Mittelpunkt ‒ die neue Homepage
Auf der neuen Website google.de/trends findet ihr eine Reihe von „Echtzeit-Stories“, nach Suchinteresse angeordnet und aktuell an Bedeutung gewinnend. Über die Suche hinaus analysieren wir ab sofort auch Trends von YouTube und Google News, um genauer zu ermitteln, welche Themen und Stories im Web kursieren und für die viralen Momente des Tages sorgen. Bald werden wir weitere Quellen hinzufügen.
Verbesserte regionale Abdeckung für tiefer gehende Einblicke
Außerdem haben wir die Abdeckung der Daten von Google Trends verbessert, um tiefer gehende Suchen über Nischenthemen auch in kleineren Regionen zu ermöglichen.

Ausgewählte Datensätze
Letztlich prüft unser News-Lab-Team täglich angesagte Themen aus Eilmeldungen, um ein tieferes Verständnis über wichtige Schlagzeilen zu gewinnen. Folgt uns also auf Twitter, um auf dem Laufenden zu bleiben. Wir werden auch Datensätze zu speziellen Themen in unserem Google Trends Datastore veröffentlichen, so dass ihr eigene Analysen erstellen könnt.
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Viele Newsrooms nutzen Google Trends bereits kreativ, um ihre Informationen zusammenzustellen und ihre Berichterstattung zu gestalten. Hier einige Beispiele:

  • Der Nachrichtensender N24 nutzte Google-Trends-Auswertungen regelmäßig für seine Berichterstattung zur Fußball-Weltmeisterschaft 2014 in Brasilien.
  • Zur Bundestagswahl 2013 hat politik-digital.de unter anderem die relative Häufigkeit der beiden Suchbegriffe „Merkel“ und „Steinbrück“ von August 2012 bis August 2013 verglichen.
  • The Washington Post führte eine interaktive Datenvisualisierung zum Klimawandel ein, die es Besuchern ermöglicht, die dringendsten Umweltprobleme in zahlreichen Städten zu recherchieren.
  • The Guardian und Buzzfeed nutzten Daten von Trends, um von der Parlamentswahl in Großbritannien zu berichten. Buzzfeed erstellte eine Karte der meistgesuchten Parteichefs nach dem jeweiligen Wahlkreis. Und der Guardian nutzte Trends während der Wahlkampagne, um zu zeigen, nach welchen Informationen die Wähler mithilfe von Google über die Kandidaten suchten.

Wir freuen uns spannende Geschichten mit interessantem Datenmaterial anreichern zu können. Seht euch unser Video an, um zu erfahren, welche Rolle die Informationen für die Arbeit von Journalisten spielen:
Es gibt so viele Möglichkeiten. Wir hoffen, euch mit dem neuen Google Trends ein noch besseres Werkzeug an die Hand zu geben, um zu verstehen, was die Menschen gerade bewegt.

Post von Nimrod Tamir, Google Trends Team

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Ort für Inspiration und Kommunikation und unerschöpfliche Informationsquelle: Viele von uns können sich ein Leben ohne das Internet kaum noch vorstellen. Auch Menschen mit über 60 Jahren eröffnet es ganz neue Welten. Zudem kann es helfen, die Lebensqualität zu steigern und den Alltag aktiver zu gestalten. Immer mehr Senioren nutzen daher das Netz – sind aber häufig noch unsicher im Umgang mit der Onlinewelt. Diese älteren Menschen möchten wir unterstützen und gleichzeitig die “Nonliner” in der Generation 60plus ermutigen, das Internet für sich zu entdecken.

Gemeinsam mit unseren langjährigen Partnern, der Bundesarbeitsgemeinschaft der Senioren-Organisationen (BAGSO) und Deutschland sicher im Netz (DsiN) sowie dem Wege aus der Einsamkeit e.V. zeichnen wir nach 2012 und 2013 zum dritten Mal im Netz aktive Ältere aus und verleihen den “Goldenen Internetpreis”. Schirmherr ist Dr. Thomas de Maizière, Bundesminister des Innern und DsiN-Schirmherr.

Bis September 2015 können Internetnutzer ab 60 Jahren und Ehrenamtliche ihre Projekte, Aktionen oder Publikationen zur kompetenten Nutzung des Internets über die Wettbewerbswebsite einreichen – und haben die Chance auf Preise im Gesamtwert von 5.000 Euro.

Screenshot der Webseite "Der Goldene Internetpreis"

Unter dem Motto “Ältere Menschen aktiv durch die digitale Welt” will der Goldene Internetpreis gute Beispiele zeigen, wie Online-Mobilität die Lebensqualität im Alltag verbessern kann – für einen souveränen Umgang von Seniorinnen und Senioren im Netz.

Ausgezeichnet werden Personen und Projekte in zwei Kategorien:

Kategorie 1 – für Einsteiger und versierte Privatnutzer
Die erste Kategorie richtet sich an Menschen, die beispielsweise mit Freunden über das Internet kommunizieren, Routen planen oder eigene Webseiten betreiben.

Kategorie 2 – für Experten und Trainer
Hier sind Einzelpersonen oder Initiativen gesucht, die ihr Wissen an andere Interessierte weitergeben. Das können ältere Fachleute sein, die Gleichaltrigen einen Zugang zu den Angeboten der digitalen Welt verschaffen oder jüngere Menschen, die Ältere ins und im Netz begleiten.

Auch Enkel und Freunde von Seniorinnen und Senioren können Vorschläge einreichen.

Post von Sabine Frank, Leiterin Regulierung, Jugendschutz und Medienkompetenz

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Wie wird aus einer Idee ein Geschäftsmodell? Welche Instrumente, welches Know-how ist erforderlich, um kreative Ansätze auch zum Erfolg zu führen? "Gründen-Live" bietet ab sofort konkrete Tipps und Hilfestellung. Heute startet der Förderwettbewerb für neue Selbstständige mit Unterstützung von zahlreichen Partnern aus Wirtschaft und Wissenschaft. E.ON, Google, Volkswagen, Stiftung Entrepreneurship, HIIG (Alexander Humboldt Institut für Internet und Gesellschaft), KPMG, IHK Berlin, digitale heimat und Mandalah suchen clevere Geschäftsideen aus allen Bereichen - ob analog, digital, ökologisch oder technisch. Zudem werden die angehenden Gründer mit einem umfangreichen Trainingsangebot gefördert. Den 16 besten Teams winkt Ende Oktober die Teilnahme am “Gründen-Live-Launchpad“, einem einwöchigen Crashkurs für das eigene Geschäftsmodell. Auch Bundesminister Alexander Dobrindt ruft in einem Grußwort dazu auf, mitzumachen, und “gemeinsam den Wandel von der Industrie- und Dienstleistungs- zur Innovationsgesellschaft 4.0” voranzutreiben.
 Gründen-Live 2015 - der Wettbewerb für Menschen mit Unternehmergeist

Der Wettbewerb “Gründen-Live” unterscheidet sich von anderen Wettbewerben dadurch, dass Unternehmensideen schon vor dem Einsetzen des Gründungsprozesses unterstützt werden. Die Initiative entwickelt gemeinsam mit den Teilnehmern ein schlüssiges, unternehmerisches Gesamtkonzept. In einem Video-Tutorial wird in neun Modulen erklärt, wie man eine Idee findet und systematisch daraus ein Konzept entwickelt. Dazu kommen Online Sessions per Hangout sowie sogenannte Startup Clinics. Dort können Teilnehmer des Wettbewerbs individuelle Fragen zu den Themen Personal & Management, Sales, Recht, Business Model und Finanzierung an Experten stellen.

Ab dem 1. September können Teilnehmer ihre Idee im Rahmen des Wettbewerbs öffentlich machen und Punkte sammeln. Die Ideen, die den größten Zuspruch über Posts und Kommentare erhalten, erwerben den besten “Live-Faktor” und gelangen in die Endauswahl. Eine Expertenjury wählt daraus die besten Projekte. Alle 16 Gewinnerteams können sich neben der Teilnahme am Crash-Kurs für Gründer “Launchpad Bootcamp”, das Google gemeinsam mit seinen Partnern E.ON und VW anbietet, auf je zwei Android-Geräte und zusätzliche Preise freuen. An zwei herausragende Gründungsteams, die durch eine Idee mit Energiebezug überzeugen, vergibt E.ON Plätze im :agile accelerator E.ON. Außerdem erwartet zwei Gewinner-Teams jeweils ein Gründungs-Beratungsgutschein mit Volkswagen und seinen Partneragenturen im Wert von 10.000 Euro. Im Rahmen des Entrepreneurship-Summit an der FU in Berlin am 24. und 25. Oktober 2015 werden die Sieger öffentlich bekannt gegeben.

Als zusätzliche Motivation wendet sich auch Alexander Dobrindt Bundesminister für Verkehr und digitale Infrastruktur in einem Grußwort zum Wettbewerb an die Teilnehmer: „Innovativer Gründergeist und die Entwicklung neuer Geschäftsideen bleiben auch im digitalen Zeitalter zentrale Erfolgsfaktoren. Deutschland ist Europameister in der Anmeldung neuer Patente und belegt weltweit mit dem dritten Platz eine Spitzenposition bei Innovationen. Die Initiative ‘Gründen-Live’ trägt mit dazu bei, dass das so bleibt und unser Land seine herausragende Innovationskraft weiter behält.”

Gründen-Live-Pressekonferenz Dienstag, 09.06.2015, Berliner Google Büro Philipp Justus, Google; Thorsten Marquardt, E.ON; Anders-Sundt Jensen, Volkswagen;  Prof. Günter Faltin, Stiftung Entrepreneurship (v.l.) Foto: Kai-Uwe Knoth / Google Inc.
 
“Gründen-Live” ist ein weiterentwickeltes Konzept des Wettbewerbs Gründer-Garage. Die Bilanz des Vorjahres: 65 Trainingssessions, 2.000 Teilnehmer und über 800 eingereichte Ideen.

Post von Ralf Bremer, Pressesprecher Google Deutschland

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70 Prozent der Erdoberfläche sind von Meerwasser bedeckt, und doch sind unsere Ozeane noch immer eines der am wenigsten erforschten und geheimnisvollsten Ökosysteme unseres Planeten. Die Weltmeere sind nicht nur Heimat für unzählige Lebewesen, sondern auch das Lebenserhaltungssystem unseres Planeten ‒ sie beeinflussen nicht nur unser Wetter und die Luft die wir atmen sondern unsere gesamte Umwelt. Trotz ihrer enormen Wichtigkeit für das Leben auf der Erde verändern sie sich gegenwärtig schneller als jemals zuvor, was uns und unseren Planeten vor eine große  Herausforderungen stellt.
Google Maps widmet sich schon seit längerem der Erkundung und dem Schutz der Meere. Mit Hinsicht auf den weltweiten Tag des Meeres, am 8. Juni könnt ihr ab heute in Street View ganz neues Bildmaterial entdecken: darunter Amerikanisch-Samoa, das Chagos-Archipel sowie Eindrücke von insgesamt 40 weiteren Tauchgängen in 22 Ländern und den fünf wichtigsten Korallenriffregionen. Unterstützt wurden wir hierbei von XL Catlin Seaview Survey und der National Oceanic and Atmospheric Administration.
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Küstenstreifen der Larsen Bay, einem der schönsten Korallenriffe im Pazifischen Ozean

Ein wichtiger Schlüssel zum Schutz der Meere ist deren Kartografierung. Jedes Bild in Google Maps ist ein Abbild der jeweiligen Umgebung zu einem bestimmten Zeitpunkt, deren Position über GPS eindeutig bestimmt ist. Die Aufnahmen können also als Ausgangspunkt für Beobachtungen dienen, die nicht nur die Schönheit der bedrohten Ökosysteme zeigen. Sie dokumentieren auch Veränderungen, die zum Beispiel durch den Einfluss von Stürmen oder steigende Wassertemperaturen hervorgerufen werden, welche beispielsweise Riffe buchstäblich erblassen lassen.
Diese beiden Bilder, die mit einem Abstand von einem Jahr aufgenommen wurden, zeigen den durch die Wassererwärmung hevorgerufenen Zerfall des Riffs.

Nur ein Mausklick und ihr befindet euch unter der Meeresoberfläche zusammen mit einigen der wundersamsten und exotischsten Kreaturen unserer Ozeane wie eine Schildkröte bei den Solomon Inseln, Buckelwale auf den Cook Inseln, Weiße Haie vor Australien oder ein riesiger und mysteriöser Mondfisch (Mola Mola) auf Bali.
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Mola mola, der schwerste Knochenfisch der Welt in Crystal Bay, Bali
Zwei Buckelwale bei den Cook Inseln im Südpazifik

Unsere Welt verändert sich stetig. Mit ihr auch unsere Meere. Damit wir diese Veränderungen dokumentieren können, gilt es neue Technologien und Initiativen zu entwickeln. Wir freuen uns sehr, dass wir in enger Zusammenarbeit mit dem XL Catlin Seaview Survey neue Partnerschaften für unser Street-View-Unterwasserprogramm geschlossen haben. Dahinter steht das Ziel, die weltweit am stärksten gefährdeten Ökosysteme zu kartografieren und noch mehr Bildmaterial aus unseren Ozeanen und Wassersystemen zu veröffentlichen.

Zu unseren Partnern zählen Organisationen wie NOAA’s National Office of Marine Sanctuaries, mit der wir uns für einen weitreichenden Einblick in die Meeresschutzgebiete der USA einsetzen. Reef Check beteiligt Freiwillige als Laienwissensschaftler bei der Kartografierung der Meere. Mit Blue Ventures, einer Institution, die sich für den Schutz der Biodiversität einsetzt, haben wir zur Ergänzung der bestehenden Street-View-Sammlung von Madagaskar erste Street-View-Aufnahmen unter Wasser gesammelt. Our World Underwater Scholarship Society bietet jedes Jahr ausgewählten Studenten aus der ganzen Welt ein Stipendienprogramm zu Themen im Zusammenhang mit der Erforschung der Meere, und Project Baseline archiviert die Unterwasserwelt von Ozeanen, Seen, Flüssen, Quellen und Höhlen auf der ganzen Welt.

Über die genannten Partnerschaften hinaus haben wir im vergangenen November Global Fishing Watch angekündigt, das in Partnerschaft mit SkyTruth und Oceana entwickelt wurde, um erstmals auf globaler Ebene einen interaktiven Überblick über die industrielle Fischerei bereitzustellen. Mithilfe von Satellitentechnologie und einem Big-Data-Ansatz zielt das Programm darauf ab, allen Interessenvertretern neue Tools an die Hand zu geben, um mehr Daten als Basis für nachhaltige Methoden und Bewirtschaftungsvorschriften bereitzustellen. Zu den Vertretern zählen Regierungen, die Fischerei-Lieferkette, Forschungsinstitute und die allgemeine Öffentlichkeit. Auch wenn sich das Projekt noch in einem Entwicklungsstadium befindet, haben wir das Programm zwischenzeitlich bereits bei den Vereinten Nationen, bei mehreren Konferenzen und bei Gesprächen mit Ministerien und anderen Nonprofit-Organisationen vorgestellt.

Zum heutigen Tag des Meeres hoffen wir, dass wir euch dazu anregen konnten, noch mehr darüber zu erfahren, wie sich unsere Meere verändern. Also taucht hinab in die Tiefen der Ozeane, lasst euch mitreißen und lernt, dieses empfindliche Ökosystem zu verstehen damit wir unsere Meere noch besser schützen und unterstützen können.

Post von Jenifer Austin und Brian Sullivan vom Google Ocean Program