Was passiert mit meinen Daten im Fall, dass ich sterbe?

Freitag, 12. April 2013 | 09:22

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Niemand denkt gern an den Tod, ganz besonders nicht an den eigenen. Trotzdem ist es wichtig, für die Zeit nach dem Tod vorauszuplanen - insbesondere für die Hinterbliebenen. Deswegen haben wir für euch eine Funktion entwickelt, mit der ihr uns ganz einfach mitteilen könnt, was mit euren digitalen Inhalten passieren soll, wenn ihr sterben solltet oder ihr euer Konto nicht länger nutzen könnt.

Diese Funktion heißt Kontoinaktivität-Manager (uns ist bewusst, dass das nicht gerade der tollste Name ist). Sie wurde in unserem Münchner Google Büro für den weltweiten Gebrauch entwickelt und ihr findet sie in den Einstellungen eures Google-Kontos. Mit Hilfe des Kontoinaktivität-Manager könnt ihr uns mitteilen, was mit euren Gmail-Nachrichten und den Daten in einigen anderen Google-Produkten passieren soll, wenn euer Konto aus irgendeinem Grund inaktiv werden sollte.

So könnt ihr uns beispielsweise mitteilen, dass wir alle Daten löschen sollen, nachdem das Konto drei, sechs, neun oder zwölf Monate inaktiv war. Oder ihr könnt vertrauenswürdige Personen benennen, an die dann die Daten aus allen oder nur einigen folgenden Google-Diensten geschickt werden sollen - die Wahl habt ihr. Dazu zählen Daten aus folgenden Produkten: +1s, Blogger, Kontakte und Kreise, Drive, Gmail, Google+ Profile, Seiten und Streams, Picasa-Webalben, Google Voice und YouTube. Bevor unser System die Weiterleitung oder Löschung durchführt, warnen wir euch zunächst per SMS und E-Mail an die von euch angegebene alternative E-Mail-Adresse.

Wir hoffen, dass ihr so für euer digitales Leben nach dem Tod vorsorgen könnt und gleichzeitig eure Privatsphäre und Sicherheit geschützt sind. Und vielleicht erleichtert die Funktion das Leben eurer Angehörigen und Freunden nach eurem Tod wenigstens ein bisschen.


Autor: Andreas Türk, Product Manager