Google News bleibt offene Plattform für alle deutschen Verlage

Freitag, 21. Juni 2013 | 15:00

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Google News entstand in den Nachwehen des 11. September 2001. Unser Kollege, der Softwareentwickler Krishna Bharat, war damals frustriert darüber, dass er zu einem Ereignis, das die Welt erschütterte, nirgendwo die ganze Vielfalt von Einschätzungen und Stimmen zu diesem Thema finden konnte. So entwickelte er seine Vision, Nachrichten von überall auf der Welt leicht zugänglich zu machen und es den Menschen zu erleichtern, unterschiedliche Standpunkte kennenzulernen. Aus diesem Hobbyprojekt eines einzelnen Entwicklers hat sich Google News zu einem Produkt entwickelt, das wir in über 60  Ländern und Sprachen überall auf der Welt anbieten. Es verbindet die Menschen mit Nachrichten und bringt Verlagen wertvolle Reichweite für ihre Websites.

Google News indexiert Nachrichten, die bereits im Internet zugänglich sind. Es ist ein freier und umfassender Dienst, der nicht durch Geschäftsbeziehungen beeinflusst wird. Auf diese Weise wird sichergestellt, dass alle Perspektiven vertreten sind, die der großen Medienkonzerne wie die kleiner lokaler Zeitungen oder Blogs. Selbstverständlich können Verlage jederzeit entscheiden, ob sie ihre Inhalte aus Google News entfernen. Die meisten Verlage jedoch präsentieren sich dort gerne, aus gutem Grund: Google bringt ihnen echten Mehrwert, indem es jede Menge Traffic auf Verlagsseiten lenkt - pro Monat sind dies weltweit über sechs Milliarden Besuche. Auch in Deutschland entscheiden sich viele Medien dafür, ihre Inhalte bei Google News zu zeigen, von kleinen Nachrichtendiensten bis zu großen Verlagshäusern.

Vor wenigen Wochen wurde in Deutschland ein Gesetz verabschiedet: das Leistungsschutzrecht für Presseverlage. Im Lichte dieser Entwicklung und vor dem Hintergrund der rechtlichen Unsicherheit, die von dem Gesetz ausgeht, haben wir ein neues Bestätigungssystem eingeführt. Mit diesem bieten wir deutschen Verlagen eine weitere Möglichkeit, uns mitzuteilen, ob ihre Inhalte (weiterhin) bei Google News angezeigt werden sollen. Diese neue Bestätigungserklärung ist eine Ergänzung der vorhandenen technischen Möglichkeiten für Verlage, selbst zu bestimmen, ob ihre Inhalte in unseren Diensten angezeigt werden sollen - oder nicht. Solche Tools wie z. B. robots.txt werden neben Google auch von vielen anderen Suchmaschinen und Internetdiensten anerkannt.

In allen anderen Ländern werden wir folgendes, bewährtes Verfahren beibehalten: wenn ein Verlag seine Inhalte im Netz zugänglich macht, werden sie bei Google News aufgenommen. Wenn Verlage nicht bei Google News aufgenommen werden möchten, können sie eine Vielzahl von technischen Optionen (robots.txt, meta tags) nutzen, um die Indexierung durch Google zu unterbinden - oder uns einfach sagen, dass ihre Inhalte nicht aufgenommen werden sollen. Dies ist der beste Weg, um sicherzustellen, dass eine breite Vielfalt von verlegerischen Stimmen in unserem Dienst vertreten ist - und nicht nur diejenigen, die über die administrativen Ressourcen und die Zeit für derartige Abläufe verfügen.

Die digitale Zukunft stellt viele Wirtschaftszweige vor neue Herausforderungen und Möglichkeiten. Die Nachrichtenbranche zählt dazu. Wir haben während der Diskussionen über das Leistungsschutzrecht stets klar gemacht, dass wir weiter mit Verlagen gemeinsam an Lösungen arbeiten möchten. Wir sind davon überzeugt, dass wir Verlage am besten unterstützen, indem wir Millionen von Lesern auf ihre Seiten weiterleiten, indem wir ihre Inhalte im Netz sichtbarer und leichter auffindbar machen und indem wir den Verlagen über unsere Werbetools und Dienste helfen, Geld mit ihren Inhalten zu verdienen.

Post von Gerrit Rabenstein, Strategic Partner Development Manager Google Deutschland